Lemförde - 450 Personen aus beschädigtem IC 2218 evakuiert

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Samstag, 24. Januar 2015
Aufgrund eines Schadens an der Bremsanlage kam der IC 2218 auf der Fahrt nach Hamburg kurz vor dem Bahnhof von Lemförde gegen 11:00 Uhr zum Stillstand. Die ersten Einsatzkräfte wurden über Funkmeldeempfänger (kleine Schleife) mit dem Einsatzstichwort: “Evakuierung eines liegen gebliebenen Zuges“ um 13:20 Uhr alarmiert.

Nach einer kurzen Erkundung durch Lemfördes Gruppenführer Tobias Reimann sowie einer Notfallmanagerin der DB leitete dieser sofort Erstmaßnahmen ein, bevor gegen 13:53 die Ortsfeuerwehren Marl, Quernheim und Stemshorn nachalarmiert wurden. Aufgrund der Tatsache, dass der Zug schon mehr als zwei Stunden stand und zum Teil hilfsbedürftige Personen mit Rollstuhl und Rollator zu evakuieren waren, traf um 14:31 Uhr die ebenfalls alarmierte DRK Bereitschaft aus Lemförde ein. Durch die lange Wartezeit im Zug waren einige Passagiere emotional sehr angeschlagen, sie wurden durch Mitglieder der Feuerwehren beruhigt und über die im Außenbereich parallel begonnenen Evakuierungsmaßnahmen informiert. Über den Dachdeckerbetrieb Reddehase (Dielingen) wurden Gerüstbohlen angeliefert und aufgebaut um den zwischenzeitlich auf einem Mittelgleis des Bahnhofs Lemförde stehenden Zug zu räumen. Nachdem die Bahnstrecke komplett gesperrt und die Oberleitung stromlos geschaltet wurde, begann um 15:20 Uhr die Räumung des Zuges, die um 16:07 Uhr erfolgreich beendet wurde. Ein Teil der Passagiere wurde mit mehren Bussen sowie einem Ersatzzug auf dem gegenüberliegen Gleis 2 zu den nächsten größeren Bahnhöfen gefahren. Da es keinen Fahrstuhl gab, unterstützte auch hier die Feuerwehr insbesondere Reisende mit körperlichen Einschränkungen. Als Lemfördes Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Jürgen Stegmann den Einsatz um 16:20 beendete, zog er ein positives Resumé, „so sei die Stimmung zeitweise sehr angespannt gewesen, doch als wir den Zug zügig geräumt hatten waren viele Passagiere sehr dankbar!“. Mehr als sechzig Einsatzkräfte von Feuerwehren und dem DRK, die warme Getränke und auch die Betreuung vornahmen, waren an diesem Einsatz beteiligt. Ein besonderer Dank gilt hier noch einmal der Firma Reddehase, die durch eine schnelle Unterstützung mit Material und Fahrzeugen dazu beigetragen hat, den Einsatz zügig durchführen zu können. (ah)

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